POP Profiling -Berufliche Orientierung - Praxiserprobung

Landrat Manfred Görig (3.v.l.) übergibt BZL-Geschäftsführer Stefan Eisenbach (4.v.l.) den Bewilligungsbescheid für die neue Qualifizierungsmaßnahme

POP Profiling - Berufliche Orientierung - Praxiserprobung

In Kooperation mit der Kommunalen Vermittlungsagentur Lauterbach führt das BZL Lauterbach seit 2. Juli 2018 eine zwölfwöchige Qualifizierungsmaßnahme für Flüchtlinge und Migranten durch. ‚Mit POP Profiling – Berufliche Orientierung - Praxiserprobung in den Arbeitsmarkt‘ – so lautet die Zielsetzung, in der die geflüchteten Menschen fit für den Arbeitsmarkt gemacht werden und fit für ein Praktikum in einem Vogelsberger Betrieb. ‚Wir müssen die Menschen in Arbeit bringen, das ist das A und O‘ betont Landrat Manfred Görig bei der Übergabe des Bewilligungsbescheides am 4. Juli 2018 an das BZL Lauterbach. Zusammen mit dem Sozialamtsleiter Rene Lippert sowie der Fachdienstleiterin Kommunaler Arbeitsmarkt Sandra Oestreich informierte er sich bei seinem Besuch über die Maßnahme und übergab den Bescheid in Höhe von knapp 95.000,00 €, der aus Mitteln aus dem Ausbildungs- und Qualifizierungsbudget (AQB) des Landes Hessen und des Vogelsbergkreises finanziert wird.
Dafür können zwei Durchgänge à 12 Wochen im BZL gestartet werden unter dem Motto ‚POP‘. Das steht für Profiling, Berufliche Orientierung und Praktika. Ziel ist es, den geflüchteten Menschen eine Orientierung zu geben, welchen beruflichen Weg sie überhaupt einschlagen könnten. Deshalb lernen sie im Bildungs- und Technologiezentrum für Elektro- und Informationstechnik e.V. Lauterbach erste Arbeitsschritte aus den Bereichen Metall, Elektro, Pflege, Gebäudereinigung und Hotel/Gastronomie kennen und je nach Bedarf kommt noch Informatik als fünfter Schwerpunkt hinzu.
‚Als einen guten Ansatz‘ bezeichnet Landrat Manfred Görig die Qualifizierungsmaßnahme mit dem umfangreichen Angebot. Die geflüchteten Menschen können so für sich einen Weg finden, sie können sich beruflich orientieren, können herausfinden, was zu ihnen passt. ‚Es ist nicht einfach, sie in Arbeit zu bringen‘ weiß der Landrat aus vielen Gesprächen, ‚die fehlenden Sprachkenntnisse sind immer wieder ein Hindernis‘. Umso wichtiger sei eine intensive Vorbereitung auf das Praktikum, wie sie in der neuen Maßnahme geboten wird.
‚Wir haben die Autobahn gebaut, fahren müssen sie selber‘! Mit diesem einprägsamen Bild beschreibt Stefan Eisenbach, Geschäftsführer des BZL Lauterbach, in ganz wenigen Worten dieses neue Bildungsangebot. Er weiß, man fängt ganz vorne an. Selbst Beschilderungen in einer Werkstatt – etwa der Hinweis, dass ein Gehörschutz getragen werden muss, müssen erklärt werden – ganz wichtig: Auf Deutsch! Die jungen Leute lernen dann auch gleich die Fachbegriffe aus dem Handwerk kennen und damit die Wörter, die sie später brauchen, die aber nicht unbedingt im Sprachkurs vermittelt werden. ‚Wir schlagen die Brücke, um die geflüchteten Menschen ins Praktikum zu bringen‘ betont Stefan Eisenbach. ‚Und in den zwei Wochen im Betrieb müssen sie sich dann beweisen und bewähren, den Chef von sich überzeugen um den Arbeitsplatz zu bekommen‘.

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