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Langfristiger Erhalt von Gesundheit und Beschäftigungsfähigkeit in den kleinen und mittelständischen Unternehmen des Elektro- und Metallhandwerks in Hessen und Rheinland-Pfalz.

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AKTUELLES | PRESSEINFORMATIONEN

Nr. 03/2015 17.05.2015

Gesundheit ist Chefsache
Ein Werkstattgespräch für Handwerksbetriebe in der Kreishandwerkerschaft Groß-Gerau

Die Anforderungen für moderne Handwerksbetriebe steigen immer mehr und sowohl für die Mitarbeiter als auch für die Unternehmer gilt es neue Wege in der Personalführung zu begehen. Um den richtigen Weg zu finden, wurden im Rahmen des INQA-Projekts „klein aber fit“ in 20 Modellbetrieben des Elektro- und Metallhandwerks Mitarbeiter und Führungskräfte befragt, wo sie die größten Veränderungsbedarfe sehen. Auszüge aus den Ergebnissen dieser Befragungen wurden durch das BZL-Lauterbach in den Räumen der Kreishandwerkerschaft den regionalen Handwerksbetrieben präsentiert und so mancher Zuhörer konnte sich mit seiner persönlichen Einschätzung in den Aussagen wiederfinden. Der Projektkoordinator Uwe Heil schilderte eindrucksvoll, unter welchen Umständen teilweise die Befragungen durchgeführt wurden (früh morgens vor Arbeitsbeginn auf den Baustellen oder auf den Baustellen selbst) und welche Fokusse in der Befragung gesetzt wurden. Demnach liegt der größte Veränderungswunsch sowohl auf Mitarbeiter- als auch auf Führungsseite nach einem besseren Zeitmanagement, da hier der Stressfaktor für alle am höchsten ist.

Sich ständig ändernde Terminvorgaben, wenig Gestaltungsmöglichkeiten, knappe Ressourcen aber auch Unterbrechungen bei der Arbeit durch Vorgesetzte oder Kollegen sowie das Telefon erhöhen den Stressfaktor und damit die Unzufriedenheit der Mitarbeiter. Differenziert waren die Ergebnisse vor allem in dem Themenfeld „Führung“. Hier konnte man klare Unterschiede in den Betrieben erkennen – einerseits gibt es die traditionell geprägten Handwerksbetriebe mit wenig Beteiligung und Kommunikation und andererseits modern aufgestellte Betriebe, die eine offene und partnerschaftlich geprägte Kultur pflegen. „Wichtig war und ist uns in dem Projekt, dass es zu keiner Wertung hinsichtlich richtig oder falsch, besser oder schlechter kommt. Vielmehr zählt die Erkenntnis, dass jeder Betrieb selbst etwas tun muss, um die Arbeitsqualität- und Zufriedenheit zu steigern und da schauen wir immer auf die individuelle Ausganglage“ so Stefanie Richter, Expertin für Personalentwicklung. Die Bereitschaft gemeinsam etwas zu verändern, ist auf Mitarbeiter- als auch auf Führungsseite sehr hoch, so dass im nächsten Schritt des Projekts die Modellbetriebe gemeinsam mit Experten des BZL Lauterbach individuelle Maßnahmen umsetzen, um die Arbeitszufriedenheit im Unternehmen zu steigern. Die INQA-Initiative fördert Personalentwicklung in den Unternehmen und stellt Handlungshilfen zur Verfügung.

„Mir ist wichtig, dass wir neue Wege in der Mitarbeiterführung gehen und auch gemeinsam etwas unternehmen, damit mein Betrieb zukunftsfähig ist und bleibt. Das Projekt „klein aber fit“ setzt genau da an und liefert mir wichtige Ideen und Impulse für meine eigene Umsetzung“, so schloss Kai Engroff Inhaber des Betriebs Elektrotechnik Engroff aus Trebur, der sich als Modellbetrieb an dem Projekt aktiv beteiligt hat. Beim anschließenden Snack konnten sich alle Beteiligten noch weiter über Erfahrungen, Ergebnisse und Ideen in der gesunden Mitarbeiterführung austauschen.


Ausgangslage

In der modernen schnelllebigen Welt von heute wirken körperliche und mentale Belastungen auf Mitarbeiter und Unternehmer aller Branchen massiv ein. Laut der Krankenkassen und der Berufsgenossenschaften sind gerade Betriebe des Elektro- und Metallhandwerks besonders gesundheitlich belastet.

Die Folge von negativen Einflüssen auf die Gesundheit zeigt sich in einem überdurchschnittlich hohen Krankenstand in den Betrieben. Davon am stärksten betroffen sind die kleinen und mittelständischen Unternehmen. Die nachlassenden Zahlen von Auszubildenden und von Fachkräften führen zu einem Ungleichgewicht des eigentlich stabilen Elektro- und Metallhandwerks. Die andauernde arbeitszeitliche Belastung wirkt sich massiv auf den ganzen Betrieb aus. Hinzu kommen körperliche Belastungen, die verstärkt im zunehmenden Alter schwerer zu tragen sind.

Im gesamten Handwerk findet ein demografischer Wandel statt. Im Durchschnitt werden die Belegschaften der Betriebe immer älter, da vor allem junge Mitarbeiter häufig in die Industrie abwandern. Es ist notwendig, moderne Anreize in Unternehmen zu schaffen um Auszubildende an das Handwerk zu binden. Ebenso brauchen junge und ältere Mitarbeiter die Gewissheit, dass sie auch im weiteren Verlauf ihres Berufes die körperlichen Anforderungen bestehen können. Ein Unternehmen mit länger leistungsfähigen Mitarbeitern kann eine stabile Wettbewerbsfähigkeit in der Branche gewährleisten und stellt sich so attraktiv gegenüber Fachkräften und Auszubildenden dar.

- Fachkräfte- und Auszubildenden-Mangel
- älter werdende Belegschaft
- hohe zeitliche Belastungen durch Termin- und Leistungsdruck
- hohe körperliche Anforderungen


Klein aber fit

Die Gesundheit der Mitarbeiter in das Unternehmensmanagement aufzunehmen, hat einen festen Begriff: Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM). Doch gerade im Handwerk, steckt es noch in den Kinderschuhen, obwohl es bereits seit Jahren bundesweit angewendet wird.

Mit dem Projekt Klein aber fit will das BZL Lauterbach neue Leitbilder der Gesundheitsvorsorge in Unternehmen in Hessen und Rheinland-Pfalz aufbauen. Gefördert wird dieses Projekt vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales im Rahmen der Initiative Neue Qualität der Arbeit. Fachlich begleitet wird das Projekt von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin. Durch neue Strukturen im Ablauf und der Organisation soll in dem Projekt der Erhalt der Gesundheit zum wichtigen Bestandteil des Arbeitsalltags im Handwerk gemacht werden. Die Förderung einer gesunden Arbeits- und Lebensweise der Beschäftigten soll als betriebliche Aufgabe gesehen werden. Dabei werden von Beginn an sowohl die Personalverantwortlichen (Geschäftsleitung, Meister, Unternehmerfrauen) wie auch die Beschäftigten und ihrer Vertreter (Betriebsräte) in die Projektstruktur eingebunden.

Das Projekt zielt langfristig auf die Förderung von Arbeitsfähigkeit und Gesundheit der Beschäftigten in den kleinen und mittelständischen Unternehmen des Elektro- und Metallhandwerks und soll konkrete Unterstützungsangebote für die Betriebe bereitstellen. Es sollen Innovationsprozesse angestoßen werden, die die Arbeitsbedingungen nachhaltig verbessern und für Beschäftigte eine langfristige Perspektive bis ins Alter hinein bieten. Es soll aber auch die eigene Verantwortung für Gesundheit der Beschäftigten gestärkt werden. 


Gesundheitsaktionen

Mit dem Projekt beabsichtigt das BZL Lauterbach gemeinsam mit bis zu 20 Modellbetrieben des hessischen und rheinland-pfälzischen Elektro- und Metallhandwerks geeignete Instrumente und Konzepte zum langfristigen Erhalt von Gesundheit und Beschäftigungsfähigkeit als Modell zu entwickeln und in den kleinen und mittelständischen Unternehmen einzubringen.

Mit Unterstützung von Beratern aus der Gesundheitsbranche führt das BZL Lauterbach in den teilnehmenden Betrieben eine Analyse durch, um herauszufinden, wo die Belastungen im Arbeitsalltag liegen, Durch anonyme Fragebogen und Interviews werden Daten über die Problemzonen gesammelt. Daraufhin werden in so genannten Gesundheitsaktionen von Fachleuten gezielt Methoden angewendet, um die Belastungen am Arbeitsplatz zu reduzieren. Den Unternehmern und den Mitarbeitervertretern werden zudem Sonderveranstaltungen angeboten, in denen speziell führungsrelevante Themen behandelt, Erfahrungen ausgetauscht und Lösungen geschaffen werden können.

- Analyse von Belastung und Förderung der Gesundheit
- anonyme Befragungen und Interviews
- individuelle Methoden um Belastungen zu reduzieren
- Fachberatung für Bewegung, Ernährung und Zufriedenheit
- Veranstaltungen für Führungskräfte


Projektpartner

Projektlaufzeit

1. Aug. 2013 bis 31.Juli 2016

Hier gelangen Sie zur Projektseite "kleinaberfit"

Ihre Ansprechpartnerin für weitere Informationen:

Herr Sven Fey
fey(at)bzl-lauterbach.de

Bildungs- und Technologiezentrum für
Elektro- und Informationstechnik e.V.
Vogelsbergstr. 25
36341 Lauterbach
Tel.: 06641 91170
Telefax 06641 911727

www.bzl-lauterbach.de

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